Geschichte

Im nächsten Jahr (2019) kann die Gemeinschaft in Memmingen auf 125 Jahre zurückblicken. Dazu wird es einige Veranstaltungen geben.

1894 kam ein Herr Muggli von der Schweiz nach Memmingen, um an einem Patent in der Haggenmüllerschen Maschinenfabrik zu arbeiten. Er suchte, wie es von zuhause gewohnt war, eine besondere Zusammenkunft von bewußten Christen, um neben den kirchlichen Veranstaltungen Gemeinschaft unter dem Wort Gottes zu pflegen. Er lud am ersten oder zweiten Sonntag nach Trinitatis 1894 zu einer Versammlung in seiner Wohnung ein. Mehrere Brüder des Chrischonawerkes und Pfarrer Grob von Herbishofen leisteten Hilfe. Pfarrer von Ammon von Unser Frauen pflegte Kontakte mit den Versammelten, die sich Landeskirchliche Gemeinschaft nannten, und wurde ihr guter Freund. Nach 1 1/2 Jahren verließ Muggli Memmingen. Man kam nun in der Wohnung des Bildhauers Michael Geiger beim Grimmelhaus zusammen. Von 1898 bis 1910 hatte Frau Schöllkopf die Wohnung inne. Herr Geiger führte die Gemeinschaft bis 1906 und nahm dann Aufgaben im evangelischen Handwerkerverein an. Die Leitung der Landeskirchlichen Gemeinschaft übernahm dann Jakob Hieber. 

Im Jahre 1898 begannen Dr. Ing. Georg Mühlschlegel und Dipl. Ing. Karl Büchele, angeregt durch die Erfahrungen an der Industrieschule in Augsburg, mit der Jugendarbeit. Die männliche und weibliche Jugendarbeit wurde in der ersten Zeit gemeinsam gestaltet. Am 2. August 1902 wurde der Jugendbund für entschiedenes Christentum (EC) gegründet. Später wurden jedoch die Geschlechter getrennt und die Jugendarbeit verselbständigt. Die Jungen schlossen sich am 03.12.1908 dem CVJM an und kamen in der Kempter Straße zusammen. Dort wurde auch das Blaue Kreuz gegründet, um sich der Alkoholsüchtigen anzunehmen. Die Mädchen schlossen sich zunächst dem Gemeinschaftswerk Hensoltshöhe in Gunzenhausen an und kamen im Grimmelhaus zusammen. Dort wurde auch die Kinderabeit durchgeführt. 1925 wechselten sie zu dem Chrischonawerk. 

Das ist nur ein kleiner Auszug aus der Festschrift von 1994. Die ganze Festschrift können Sie hier lesen und downloaden: Festschrift.pdf

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